AGB
Stand: 17.10.2026. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Leistungen von Mag. Dr. Alexander Ströher, LL.M. (ProWeDa.biz), im Folgenden „Auftragnehmer" genannt, in den Bereichen Webdesign und Consulting. Kontaktdaten des Auftragnehmers finden Sie im Impressum.
1. Geltungsbereich
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle gegenwärtigen und künftigen Verträge zwischen dem Auftragnehmer und seinen Kunden über Leistungen im Bereich Webdesign (Konzeption, Gestaltung, Entwicklung und Pflege von Websites und digitalen Anwendungen) sowie Consulting (Beratungsleistungen), auch wenn im Einzelfall nicht ausdrücklich auf sie Bezug genommen wird.
1.2. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Auftragnehmer ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
1.3. Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB sowie Nebenabreden bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform (E-Mail genügt); dies gilt auch für ein Abgehen vom Schriftformerfordernis selbst.
1.4. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
2. Vertragsabschluss
2.1. Grundlage für den Vertragsabschluss ist das jeweilige schriftliche Angebot des Auftragnehmers, in dem Leistungsumfang und Honorar festgehalten sind. Angebote sind freibleibend und unverbindlich, sofern darin nichts anderes vermerkt ist.
2.2. Der Vertrag kommt durch die schriftliche Annahme des Angebots durch den Kunden (z. B. per E-Mail) oder durch tatsächliche Aufnahme der Arbeiten durch den Auftragnehmer zustande.
3. Leistungsumfang und Mitwirkungspflichten des Kunden
3.1. Der Umfang der zu erbringenden Leistungen ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Leistungsbeschreibung. Nachträgliche Änderungen des Leistungsinhalts bedürfen der Schriftform und können zu gesonderten Termin- und Honorarvereinbarungen führen.
3.2. Zwischenergebnisse und Entwürfe (z. B. Designentwürfe, Wireframes, Textkonzepte) sind vom Kunden zeitnah, spätestens jedoch innerhalb von fünf Werktagen ab Übermittlung, zu prüfen und freizugeben oder mit konkreten Änderungswünschen zu versehen. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Rückmeldung, gelten die Zwischenergebnisse als freigegeben.
3.3. Der Kunde stellt dem Auftragnehmer alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Inhalte, Zugänge und Unterlagen (z. B. Texte, Bilder, Logos, Zugangsdaten) rechtzeitig und vollständig zur Verfügung und informiert unverzüglich über Umstände, die für die Auftragsdurchführung von Bedeutung sind. Verzögerungen oder Mehraufwand, die auf unrichtige, unvollständige oder verspätet bereitgestellte Angaben des Kunden zurückzuführen sind, gehen zu dessen Lasten und werden nach Aufwand gesondert verrechnet.
3.4. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die von ihm zur Verfügung gestellten Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Marken u. Ä.) keine Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte) verletzen. Der Kunde hält den Auftragnehmer diesbezüglich schad- und klaglos und ersetzt ihm alle Nachteile, die aus einer Inanspruchnahme durch Dritte entstehen.
4. Fremdleistungen
4.1. Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Erbringung der vertragsgegenständlichen Leistungen nach sorgfältiger Auswahl Subunternehmer oder Dritte (z. B. Hosting-Anbieter, Fotografinnen und Fotografen, Textagenturen) heranzuziehen. Die Beauftragung erfolgt auf Rechnung des Kunden, sofern dies im Angebot ausgewiesen ist.
5. Termine und Fristen
5.1. Termine und Fristen sind nur dann verbindlich, wenn sie schriftlich als solche vereinbart oder bestätigt wurden. Der Auftragnehmer ist um die Einhaltung vereinbarter Termine bemüht.
5.2. Die Nichteinhaltung eines verbindlichen Termins berechtigt den Kunden erst zur Geltendmachung gesetzlicher Rechte, nachdem er dem Auftragnehmer eine angemessene, mindestens 14-tägige Nachfrist gesetzt hat, die mit Zugang der schriftlichen Mahnung beim Auftragnehmer beginnt.
5.3. Verzögerungen, die auf einer nicht rechtzeitigen Mitwirkung des Kunden gemäß Punkt 3 beruhen oder auf unabwendbaren bzw. unvorhersehbaren Ereignissen (höhere Gewalt) beruhen, entbinden den Auftragnehmer im entsprechenden Ausmaß von der Einhaltung vereinbarter Termine; diese verschieben sich entsprechend.
6. Rücktritt und Stornierung
6.1. Beide Vertragsparteien können aus wichtigem Grund vom Vertrag zurücktreten, insbesondere wenn die andere Partei trotz angemessener Nachfrist ihren wesentlichen Vertragspflichten nicht nachkommt.
6.2. Storniert der Kunde einen bereits erteilten Auftrag, so hat er dem Auftragnehmer die bis zum Zugang der Stornierung tatsächlich erbrachten Leistungen sowie nachweislich entstandene Kosten (z. B. für bereits beauftragte Fremdleistungen) zu ersetzen. Zusätzlich gebührt dem Auftragnehmer für entgangenen Gewinn eine pauschale Vergütung in Höhe von 15 % des noch nicht abgerechneten Auftragswerts, sofern der Kunde nicht nachweist, dass dem Auftragnehmer ein geringerer Schaden entstanden ist.
7. Honorar
7.1. Das Honorar richtet sich nach dem jeweiligen Angebot bzw. der individuellen Vereinbarung mit dem Kunden (Pauschalhonorar je Projekt oder Verrechnung nach tatsächlichem Zeitaufwand zu den vereinbarten Stundensätzen). Mangels ausdrücklicher Vereinbarung eines Pauschalhonorars wird nach Zeitaufwand verrechnet.
7.2. Leistungen, die nicht vom vereinbarten Honorar umfasst sind (z. B. nachträglich gewünschte Änderungen außerhalb des ursprünglichen Leistungsumfangs, zusätzliche Beratungstermine), werden gesondert nach Aufwand verrechnet.
7.3. Kostenvoranschläge sind unverbindlich. Zeichnet sich ab, dass die tatsächlichen Kosten den Kostenvoranschlag um mehr als 15 % übersteigen werden, informiert der Auftragnehmer den Kunden unverzüglich. Die Mehrkosten gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht innerhalb von drei Werktagen nach diesem Hinweis schriftlich widerspricht.
7.4. Alle Preise verstehen sich in Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern im Angebot nicht anders ausgewiesen. Reisezeiten und -kosten werden, sofern nicht anders vereinbart, gesondert nach Aufwand verrechnet.
8. Zahlungsbedingungen
8.1. Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Kalendertagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug gelten Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 456 UGB bzw. § 1000 ABGB) als vereinbart.
8.2. Bei umfangreicheren Projekten ist der Auftragnehmer berechtigt, Teilzahlungen oder einen angemessenen Vorschuss zu verlangen, wenn dies im Angebot ausgewiesen ist.
8.3. Der Kunde ist nicht berechtigt, mit eigenen, vom Auftragnehmer bestrittenen Forderungen aufzurechnen oder ein Zurückbehaltungsrecht auszuüben, es sei denn, seine Gegenforderung wurde gerichtlich festgestellt oder vom Auftragnehmer schriftlich anerkannt.
9. Nutzungs- und Urheberrechte
9.1. Sämtliche vom Auftragnehmer im Rahmen des Auftrags geschaffenen Werke (z. B. Designs, Quellcode, Texte, Konzepte) bleiben, soweit urheberrechtlich geschützt, im Eigentum des Auftragnehmers bzw. Urhebers. Mit vollständiger Bezahlung des vereinbarten Honorars erwirbt der Kunde das zeitlich und räumlich unbeschränkte, einfache Nutzungsrecht am vertragsgegenständlichen Werk im vereinbarten Umfang (insbesondere zum Betrieb der beauftragten Website).
9.2. Von der Übertragung ausgenommen sind Rechte an Werkzeugen, Frameworks, Bibliotheken, Vorlagen und sonstigen Grundlagen, die der Auftragnehmer bereits vor oder unabhängig vom Auftrag entwickelt hat und die weiterhin auch für andere Kunden verwendet werden dürfen.
9.3. Für Leistungen, die aus welchem Grund auch immer nicht zur Ausführung gelangen, gebührt dem Auftragnehmer eine angemessene Vergütung für den bereits erbrachten Aufwand; ein Nutzungsrecht des Kunden an diesen Leistungen entsteht dadurch nicht.
10. Kennzeichnung und Referenz
10.1. Der Auftragnehmer ist berechtigt, dezente Hinweise auf seine Urheberschaft (z. B. Copyright-Vermerk, Link im Footer) auf der erstellten Website anzubringen, sofern der Kunde dem nicht ausdrücklich widerspricht.
10.2. Der Auftragnehmer ist berechtigt, die Geschäftsbeziehung sowie das Arbeitsergebnis als Referenz zu nennen und auf eigenen Werbeträgern (z. B. Website, Social Media) darzustellen, soweit dadurch keine Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse des Kunden offengelegt werden. Der Kunde kann dem jederzeit schriftlich widersprechen.
11. Gewährleistung und Schadenersatz
11.1. Mängel sind vom Kunden unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen nach Übergabe der Leistung, schriftlich und nachvollziehbar zu rügen. Bei berechtigter und rechtzeitiger Rüge hat der Kunde zunächst Anspruch auf Verbesserung oder Austausch der Leistung innerhalb angemessener Frist.
11.2. Schadenersatzansprüche des Kunden, gleich aus welchem Rechtsgrund, sind ausgeschlossen, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Auftragnehmers beruhen. Diese Haftungsbeschränkung gilt nicht für Personenschäden.
11.3. Schadenersatzansprüche verjähren, soweit gesetzlich zulässig, innerhalb von sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger, spätestens jedoch drei Jahre nach dem schadensauslösenden Ereignis. Der Ersatz von Folgeschäden, entgangenem Gewinn und reinen Vermögensschäden ist – außer bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit – ausgeschlossen. Schadenersatzansprüche sind der Höhe nach mit dem Auftragswert begrenzt.
12. Haftung für Website-Betrieb und Inhalte Dritter
12.1. Der Auftragnehmer haftet nicht für die inhaltliche Richtigkeit der vom Kunden bereitgestellten oder freigegebenen Inhalte sowie nicht für Ausfälle, die auf Leistungen Dritter (z. B. Hosting-Provider, externe Schnittstellen und Plugins) zurückzuführen sind, auf die der Auftragnehmer keinen Einfluss hat.
12.2. Sofern nicht gesondert als laufende Leistung (z. B. Wartungsvertrag) vereinbart, umfasst der Auftrag keine fortlaufende Überwachung, Aktualisierung oder Sicherung (Backup) der Website nach Projektabschluss. Diese obliegt, soweit nicht anders vereinbart, dem Kunden bzw. seinem Hosting-Anbieter.
13. Datenschutz und Vertraulichkeit
13.1. Beide Vertragsparteien verpflichten sich, im Rahmen der Geschäftsbeziehung erlangte vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
13.2. Die Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Auftragnehmer erfolgt im Einklang mit der DSGVO. Details dazu enthält die Datenschutzerklärung.
14. Schlussbestimmungen
14.1. Auf Verträge zwischen dem Auftragnehmer und dem Kunden ist ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts anzuwenden.
14.2. Erfüllungsort ist der Sitz des Auftragnehmers. Als Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis wird, soweit gesetzlich zulässig, das für den Sitz des Auftragnehmers sachlich zuständige Gericht vereinbart.